Uhrenzeigerfarbe

Feine Leuchtpaste für Zeiger, Ziffern und kleine Markierungen.

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Was ist Uhrenzeigerfarbe?

Uhrenzeigerfarbe ist eine fertig angerührte Leuchtpaste mit besonders feiner Körnung, gemacht für Zeigerspitzen, Ziffern und Stundenmarkierungen. Körnung meint die Größe der Pigmentkörner. Feine Körner lassen sich präzise auf winzige Flächen setzen, leuchten aber etwas schwächer als gröbere Pigmente. Die Paste ist auf Acrylbasis und kommt mit ca. 2 g in einem Glasfläschchen mit Schraubverschluss. Sie eignet sich auch für Modellbau, Schmuck, Elektronik und kleine Markierungen an Schaltern oder Schlüsseln.

Was bedeuten die Farbnamen?

Der erste Teil des Namens nennt die Farbe bei Tageslicht, der zweite die Farbe des Leuchtens; „Natur“ steht für ein nicht eingefärbtes, bei Tag helles Pigment.

FarbtonBei TageslichtIm DunkelnLeuchtdauer
Natur-Grünweißlichgrün bis gelbgrünbis zu 12 Stunden
Natur-Blaugrünweißlichblaugrünbis zu 12 Stunden
Natur-Blauhell, cremefarben bis weißlichblaubis zu 12 Stunden
Natur-Weißnaturweißweißbis zu 2 Stunden
Grün-Grüngrüngrünbis zu 4 Stunden
Gelb-Grüngelbgrünbis zu 4 Stunden
Orange-Grünorangegrünbis zu 4 Stunden
Blau-Blaublaublaubis zu 2 Stunden

Die Werte gelten nach voller Aufladung, in völliger Dunkelheit; durch die feine Körnung leuchtet die Paste etwas schwächer als gröbere Pigmente. Eingefärbte Töne halten die Markierung auch tagsüber farbig, leuchten aber kürzer als die Natur-Töne.

So tragen Sie die Leuchtpaste auf

Die Paste wird ohne Anmischen direkt aus dem Fläschchen aufgetragen, am besten in zwei Schichten.

  1. Dunkle Zeiger vorher hell grundieren – je heller der Untergrund, desto stärker das Leuchten.
  2. Die Paste mit einer feinen Nadel, einem Zahnstocher oder einem dünnen Pinsel entnehmen und auftragen.
  3. Trocknen lassen und eine zweite Schicht auftragen. Zwei Schichten ergeben ein deutlich kräftigeres Leuchten.
  4. Ist die Paste zu dick geworden, mit wenig Wasser verdünnen. Stärkeres Verdünnen kostet Leuchtkraft.
  5. Das Fläschchen gut verschließen, damit die Paste nicht eintrocknet.

Wie laden Sie die Paste auf?

Die Paste lädt sich mit Tages-, Lampen- oder UV-Licht auf, beliebig oft. Mit UV-Licht ab 365 nm dauert eine volle Aufladung 2–4 Minuten, mit Sonne 6–9 Minuten, unter einer Leuchtstofflampe etwa 20–24 Minuten. Zum Auffrischen zwischendurch reicht eine UV-Taschenlampe. Am hellsten leuchtet die Paste in den ersten Minuten danach; wie das funktioniert, zeigt Nachleuchten erklärt.

Gut zu wissen

Ohne Versiegelung ist die Paste für den Innenbereich gedacht. Für außen überziehen Sie die getrocknete Schicht mit einer lösemittelhaltigen Versiegelung. Für größere Flächen und Motive eignet sich die Leuchtfarbe besser. Das Sicherheitsdatenblatt finden Sie beim Produkt und unter Sicherheitsdatenblätter, weitere Farben unter Leuchtfarben & Lacke.

Häufige Fragen

Welche Uhrenzeigerfarbe leuchtet am längsten?
Natur-Grün, Natur-Blaugrün und Natur-Blau leuchten bis zu 12 Stunden – nach voller Aufladung, in völliger Dunkelheit. Eingefärbte Töne wie Blau-Blau leuchten kürzer.
Ist die Leuchtpaste radioaktiv?
Nein. Die Paste enthält weder Radium noch Tritium – wie alle modernen Nachleuchtpigmente. Das Leuchten entsteht allein durch gespeichertes Licht.
Hält die Paste auf Metallzeigern?
Ja, Metall gehört zu den geeigneten Untergründen, ebenso Glas, Kunststoff und Holz. Dunkle Zeiger grundieren Sie vorher hell, damit die Paste stärker leuchtet.
Warum leuchtet die Paste schwächer als Leuchtpulver?
Die feine Körnung macht den präzisen Auftrag möglich; feine Pigmente leuchten aber etwas schwächer als gröbere. Zwei Schichten ergeben ein deutlich kräftigeres Leuchten.
Hält die Paste auch im Freien?
Mit Schutz ja: Überziehen Sie die getrocknete Schicht mit einer lösemittelhaltigen Versiegelung. Ohne Versiegelung ist sie für innen gedacht.